Freitag, 20. September 2013

Sibirien und der Ural



Endlose weite Steppenlandschaft mit Birkenwäldern, Seen und Sumpf Werden durch die Berge des Urals abgelöst…faszinierend und langweilig. Es ist kalt geworden. Die Straßen sind von gut ausgebaut bis grauslich, welliger Asphalt mit tiefen Schlaglöchern, Baustellen mit endlosen Kolonnen die einspurig durchgeschleust werden. Dann wieder lange Strecken mit wenig Verkehr und besten Straßen.
















Die Städte, grau und schmutzig, werden meist gut umfahren, da gibt es auch 4 spurige Autobahnen, mit Ampeln, Zebrastreifen und Ortsgebiet!Aber es gibt auch sehr hübsche Städte, bunt, sauber mit netter Fußgängerzonen und modernen Plätzen voll Leben. Starke Polizeipräsent, werde immer wieder neugierig kontrolliert, freundlich und korrekt, meist gesittetes Fahren, nur Anstellen beim Stau haben die Russen nicht erfunden, da werden gleich einmal noch 2-3 Spuren eröffnet. Wenn links kein Platz mehr ist, preschen sie rechts vor, durch tiefen Gatsch! Wo noch im Sommer schöne Nachtplatzerln in den Feldern waren, ist tiefer Morast. Da ich auch nie sicher sein, kann dass der Wagen in der Früh anspringt, ziehe ich es vor, auf fürchterlich verdreckten Parkplätzen mit LKWs zu nächtigen. Das Getriebe hat sich beruhigt, Wagen lauft recht brav. aber.

Es geht Richtung Heimat, ich habe beschlossen, die Türkei und den Kaukasus mit dem Toyota zu machen und fahre nach Hause…

Wer hat nächste Woche ausg´steckt? und wann hat wer Zeit, auf ein G´spritzten und a Bratl?


Montag, 16. September 2013

Sibirien im Herbst

 Endlich on the road again, VW Novosibirsk hat fleißig gearbeitet, hintere Antriebsachsen und Radlager, alle Öle und Filter sowie eine ganze Reihe Gummipuffer und Manschetten an der Vorderachse und Achsaufhängung getauscht (diese Kluppensacklscheppern bei Bodenunebenheiten ist weg!) Leider hat das Getriebe ohne Wasser und Stahlteile nun zu viel Spiel und schabt ganz fürchterlich, was mich etwas beunruhigt.
Bin heute 400 km Richtung Omsk weitergekommen, 4grad und Regen, die Sibirische Taiga färbt sich herbstlich, die Stimmung ist ganz anders als am Hinweg, die Farben der Umgebung und meine, ich kann es fast nicht in Worten ausdrücken was da die letzten 6-8 Wochen alles passiert und in mir vorgegangen ist.
Der Bus schabt, weiß nicht was die in der Werkstätte gemacht haben, macht ganz neue Geräusche, geht auch nicht so richtig?! Ich nimms mal wies ist und hoffe dass alles gut geht. dazwischen, als würde er einen Stöpsel ausspucken fahrt er ruhiger und kommt plötzlich auch bis 120 kmh vorher dann wieder nur 90-95 .... Fahre mal meine Strecke, schaue was alles am Weg liegt und wie das Wetter wird.


















Werde aber die Nordroute durch den Ural, entlang der Wolga in den Kaukasus fahren, leider hat mein Iran Visum ein falsches Einreisedatum und habe dadurch  auch mit dem turkmenistan Visum ein Problem.

Steh wieder in einem riesigen Feld, Birken, Moor, Mond... kitschig. Hab Suppe gekocht und Wäsche gewaschen, der Trott gefällt mir. Es regnet wieder, was im warmen Bus besonders gemütlich ist. Ist natürlich auch klass mit Internet in der Pampas, habe mir für Russland jetzt eine Internetstick geleistet, fast schwieriger zu bekommen als in Russland einzureisen, da keinen Wohnsitz, keine Adresse wo er verwendet wird und auch keinen russischen Arbeitsgeber…. das  für einen Wertkartenstick! Beim nächsten mal habe ich klare Antworten. Überhaupt habe ich mir angewöhnt ein Hotel meine Wahl aus dem Internet zu suchen und mir die homepage bei mail zu senden, wichtig ist die Telefonnummer, da kann man einige dummen Fragen (zb der Polizei oder Internetstickanbietern) schon erschlagen, suche mir das nächste mal auch irgendeine Firma heraus… wennsas habn wolln, bitte das schaffe ich alle male!


Freitag, 13. September 2013

Mongolia Tour 2013 - das Video

Mongolia Tour 2013 - das Video



So, nicht nur eine kleiner Bildbericht von der Anreise durch Russland liegt hiermit vor:

http://www.youtube.com/watch?v=qQ9qt7gplOg


Auch die Runde durch die Mongolei kann ich in Bild und Ton präsentieren:

http://www.youtube.com/watch?v=elNiWRoEllM



viel Spaß beim Anschauen, freue mich auf Kommentare!


Novosibirsk

Rückschau

Während der Bus sein wohlverdientes Servic hier in Novosibirsk bekommt, neben dem Üblichen nach 15000 km, sind Rad und Achslager und einige Gummimanschetten zu tauschen, nützte ich die Zeit, habe die Bilder etwas sortiert und kann euch vom ersten Abschnitt, Wien bis Ulanbator einen Auszug zeigen!



http://www.youtube.com/watch?v=qQ9qt7gplOg


Mittwoch, 4. September 2013

Russian Respublika Altay

Russian Respublika Altay

Die Zollformalitäten waren Ok, Russland hat herrlich glatten Straßen, vorerst, auch die Landschaft ändert sich. Herbstliche Wiesen und Wälder und im Hintergrund die schneebedeckten Gipfel, des Altaygebirges.






Aber der blaue Qualm ist wieder da, diesmal aus dem Inneren des Armaturenbrettes. Beim Zerlegen der Instrumentenanzeige bin ich schon recht flott,überhaupt da ich eine neue Befestigungsstruktur festlegen musste, die Originalen haben alle das Rütteln missbilligt.  Das Kabel zum Schalter der Nebelschlussleuchte teilt mir mittels Rauchenzeichen mit, nicht mehr mitfahren zu wollen, ok dummes Ding, nimm dich nicht so wichtig, braucht ja eh keiner.

Den Chnysky Track geht es durch ein immer breiter werdendes Tal hinaus in die sibirische Steppe, Sumpf, Birkenwälder wechseln sich mit Heu und Getreidefeldern ab. Die Straßen sind glatt und asphaltiert und auch der Verkehr haltet sich in Grenzen. Mein Bully macht auch keine Mucken, fast ein Pausetag.



Mongol Altay

Noch einmal ein Schwenk in den Süden erspart mir eine tiefe Furt, weil Brücke eingestürzt und bietet nochmal gigantische Landschaft, mit den verschneiten Gipfeln des Mongol Altay. In Ulgij  kaufe ich nochmal Vorräte und suche mir freies Wifi. An einem kleinem See bei Tsagaannuur beende ich den heutigen Tag früher. Es sind noch 30 km bis zur russischen Grenze und ich lasse die Mongolei ausklingen. Zuerst genieße ich ein Bad im eiskalten See, schließlich liegt er doch über 2100 m. Bei einem (oder 2) Bier und Pfeife nehme ich Abschied von der Mongolei.








Die Mongolei:

Ein gigantisches Land, lange für mich – Ulaan Baator – Mongolei - Pseudonym für eine  lange und weite Reise, die ich einmal machen möchte, its done, 4 Wochen Mongolei mit allen Hoch und Tiefs, Ulaan Baator ich bin da, dann die Ernüchterung, der Schmutz, das Verkehrschaos… der Süden die Gobi, heiß trocken, unendliche Weiten und Steppen. Die Jurten, Schafe-, Ziegen- , Kamelherden, die Nomaden in ihren Gers….Das Gebirge,  stundenlang kämpft man sich von Bergrücken zu Bergrücke um wieder in ein Tal mit ganz neuen Impressionen zu blicken.
Rüttelpisten, dass ich sie nicht mehr mag und dann kommt man wieder über eine Kuppe und ein irrer Ausblick tut sich auf… kein Tag wo nicht Allrad gefordert und Bodenfreiheit ausgereizt wurden. Offroaden wurde hier für mich neu definiert, nicht weil es Spaß macht neben der Straße zu fahren, Geländetauglichkeit es ist ein Muss ! Oft habe ich an Jimmy gedacht, wie er am See in Tunesien, nach unendlichen Dünen gesagt hat: “ zurück fahren wir aber die Hauptstraße”, wie oft hätte ich mir eine glatte Straße hergewunschen, dennoch dann wäre es nicht die Mongolei gewesen, das gehört dazu. Adriane, amerikanische Radlerin, fragte mich welche Piste mehr bietet, ich konnte es nicht sagen, es war das Gesamte, was für mich die Mongolei ausmacht!

Und dann waren die Menschen, neugierige Nomaden die sich einfach zu mir in den Bus gesetzt haben, oder vor dem Bus standen,  freundliche, helfende, zuvorkommende, neugierige,  ablehnende, arrogante Mongolen. Viele gingen rund um das Auto und haben es dann auch noch von unten begutachtet, meist aber Zustimmung und Bewunderung. Last not least, Reisende aus allen Herren Länder, die einfach unterwegs sind, viele mit großen LKW mit Wohnaufbau, aber auch mit Geländewagen, Motorrad, Fahrrad oder Rucksack ( den 3 letzten gilt meine besondere Bewunderung) die mir Mut geben wieder zu starten! Jeder hat meine Reise bereichert, mit Tipps, Tricks oder mit Ideen, ihnen gilt mein Gruß an dieser Stelle ganz besonders.

Russland Republika Altay – neu Impressionen kommen – es geht weiter!

Montag, 2. September 2013

Amarbayasgalant–Bulgan–Khövsgöl Nuue - Khnagayn

Amarbayasgalant–Bulgan–Khövsgöl Nuue - Khnagayn

Nach einem Abstecher zum Kloster Amarbayasgalant, wo vor der Zerstörung 1937 über 9000 Mönche wohnten, geht es weiter durch den Aymag Bulgan und kräftige Unwetter, die die Straße fast unpassierbar machten, mein Syncro hat sich aber ganz tapfer geschlagen, zum Khövsgöl Nuur.


















Allfälliges:

Es raucht wieder tief blau hinterm Auto, lässt der Motor mich doch noch im Stich? Der blaue Dunst kommt aber nicht aus dem kleinem schwarzen Loch sondern rundum aus dem Motor und Lüftungsschlitzen, als ich dann auch eine eindeutige Tröpfchen Spur ziehe und der Tank nach 200 km schon leer ist gehe auf die Suche und finde diese f. Dieselleitung, ziemlich aufgelöst und spritz im Motorraum so um sich. Warum sind das auch Schläuche und kann sich der Diesel nicht beamen… Finde auch endlich einen Reifen Schuster der mir in die lecken Reifen Schläuche montiert, so erspare ich mir das allmorgendliche Kompressor Spiel und der Wagen zieht nicht am Vormittag nach links und am Nachmittag nach rechts, je nach Reifendruck. Armatur Brett weiß ich jetzt auch wie was im Detail aussieht, weil die warm – kalt Verstellung nicht mehr will. Langsam gehen mir auch die Spanngurten au, die Reservereifenhalterung hat ein Stück Blech gerissen, so wird neben der Reservekanister auch dieser mit Gurt fixiert. Aber dennoch herzliche Gratulation meinem alten Herrn, heute waren es 300 000 km am Tacho.

Eigentlich wollte ich auf der Hauptstraße bleiben, aber dann waren sich die Karten / GPS nicht einig was der direkte-bessere Weg ist und ich war plötzlich wieder mitten Im Khangayn Gebirge! Traumhafte Landschaften lassen mein Herz höher schlagen, dann aber ein Wolkenbruch über 2 Stunden macht die Pisten fast unpassierbar. Als ich mich an der gigantischen Gebirgslandschaft trotz Regen wieder entspannen, plötzlich ein neues Schaben und Klopfen am Auto… kann´s eh nicht ändern, ich hoffe es haltet. Eine gigantische Abendrotstimmung versöhnt mich wieder.













Wieder in der Eben des Uvs Nuur treffe ich auch wieder andere Autos. Mit den amerikanischen Radlern Adriane und Tyler lunche ich gemütlich und ausgiebig, sie genießen das bequeme und warme Sitzen im Bus, ein kühles Bier aus dem Eiskasten und eine ausgiebige Dusche. Ihre Fotoakkus lade ich mit 220 V.  Da weiß ich wieder den Luxus meines Schneckenhauses zu schätzen. Es folgen 200km eben Steppe, bretteleben, nur die Straße ist stark “strukturiert”, Schlaglöcher und Wellblech kämpfen um die Vorherrschaft,  südlich Gebirge im Norden Sanddünen – gigantisch, rundum Jurten, riesige Scharf, Kamel und Pferdeherden. Dann tief blau der  Uvs Nuur, ein riesiger See, leider ein breiter Sandgürtel versperrt die Zufahrt.