Samstag, 10. August 2019

Seidenstraße Kirgistan


29.7.2019 Peak Lenin
Auf halber Höhe zum Peak Lenin Base Camp campen wir zwischen Hügeln. Am Morgen grabbelt der Toyota langsam wieder rauf auf 4000 m bis zum Einstieg des Wanderwegs oberhalb der Basis Lager. Der Weg ist hübsch und die Bodenfreiheit wird ganz schön gefordert. Leider ist es auch sehr feinstaubig, was sich im Auto regelmäßig verteilt.







30.7.2019 Osh
Am Nachmittag erreichen wir Osh, im Hof vom Sunny Hostel parken wir im Schatten, genießen Dusche, Internet und Waschmaschine. Ozgör ist ein 4000 Jahre alte Seidenstraßenknotenpunkt, heute sehenswert noch ein altes Minarett und Mausoleen aus dem 11. Jh., auch der Markt ist gewaltig groß und zum Verirren. Richtung Osten geht es durch die Ausläufer des Farghana Tals, verhüttelt grün, fruchtbar. Langsam wird es aber wieder gebirgig, eine wunderschöne kleine Schotterstraße bringt uns über das Fergana Gebirge. Vegetation und Ausblick vom feinsten, im 2. Gang schrauben wir uns langsam über den 3000 m hohen Pass.
Kurz vor Kazarman finden wir endlich einen Schlafplatz ohne Mucken, Kazarman ist enttäuschend, Diesel bekommen wir, aber sonst nix. Sehr staubig geht die Straße weiter nach Ak Tal, am Dorfbrunnen gibt es wieder frisches Wasser. Der Weg auf den Molda Ashun Paß mit 3350 m ist wieder beeindruckend, wunderschön grün und roter Fels. Über die Hochebene geht es nun zum Song Köl, so wie man sich Kirgistan vorstellt, Wasser tief blau, hohe Berge, weite Ebenen, Jurten, die Männer mit den hohen hellen Filzhüten, Pferde, Kühe, Schafe, Ziegen, vereinzelt auch Jaks. An der Westseite drängt sich uns zwischen 2 Hügeln ein Strandplatz gerade auf. Nach dem Cafe wird ein bisserl gabastelt, ein Gewitter zieht durch, es ist kalt und windig. Gerade richtig es sich im Auto bequem zu machen.














2.8.2019
Die 33 Papageienstraße vom Song Kol hinunter nach Naryn ist wieder einmal gewaltig, feinste Schotterstraße durch weiche Hügellandschaft und dann Kehre an Kehre 600 hm hinunter. Nach Tash Rabat ist die Straße gut ausgebaut. Das Tal nach hinten, bis über 3000m zum ehemaligen Kloster oder doch nur Kavanserei, leuchtet in allen Farben. Das Gebäude ist eindrucksvoll. Wir trinken Cafe und fahren wieder zurück, tanken und kaufen ein in Naryn. Zwischen den weichen Hügeln stehen wir am Abend abgeschieden und einsam, genauso wie ich es mag.
3.8.2019
Am Markt von Kochor bekommen wir wieder frisches Gemüse und ofenwarmes Brot. Auch der riesige Viehmarkt ist beeindruckend. Am Ysyk-köl finden wir ein nettes Badeplatzerl fürs Mittagessen, in Windpausen sind aber die Mücken unausstehlich, so versuchen wir es im Osten, keine Mücken aber viel Leute, überhaupt da es Wochenende ist. Wir schleppen einen Mercedes aus dem Sand und finden dann doch noch ein herrliches Platzerl mit Schatten direkt am Wasser, kaum Wind, keine Mücken, herrlich. Da bleiben wir 2 Nächte.
5.8.2019
2 entspannte Tagen am Wasser, leider zogen einige Gewitter durch, so war der Badespaß zeitweise getrübt, dennoch aufstehen und nackt schwimmen gehen ist einfach herrlich.

Die heißen Quellen südlich von Karakol sind wieder in einer finsteren stinkenden Lehmhütte gefasst und locken mich nicht für ein Bad. Das Tal nach hinten war aber um so reizvoller. Sehr sehenswert auch ist Kirche und Holz Moschee in Karakol, notwendiges wird eingekauft und es geht wieder auf eine Schotterpiste nach San Tash. Die kleine Grenze ist nett und gemütlich, in 35 Minuten sind wir in Kirgistan ausgereist und in Kasachstan eingereist, freundlich und zuvorkommend, perfekt.








Dienstag, 30. Juli 2019

Seidenstraße - Tajikistan


22.7.2019 TAJIKISTAN

Nach dem Einkaufen von frischem Gemüse und Brot am Markt von Marghilan sind wir bald an der Grenze zu Tajikistan. Den Zöllner ist fad und sie spielen mit allen möglichen herum, schauen sich alle Fotos an, lassen sich die Pfeifen genau erklären u.a. erst als ich bestimmt frage ob es ein Problem gibt, sind wir rasch abgefertigt. Auch die Tajikistani  Zöllner sind freundlich und bemüht, zig Zetteln mit noch mehr Blaupausen werden angefertigt, da wir aber die einzigen sind dauert es nicht mal eine Stunde. So haben wir genug Zeit den Rest vom Tag am Obanbori Kairokkum, ein Stausee, der die Region sehr fruchtbar gemacht hat, zu verbringen. Das Ufer und der Seegrund sind leider sehr gatschig, so ist der Badespaß etwas getrübt. Irgendwann kommt ein Polizist vorbei, gibt uns seine Telefonnummer und meint, wenn es Probleme gibt sollen wir anrufen. 

23.7.2019 Seven Lakes
Weiter geht es über imposante Passstraße ins Shingtal zu den Seven Lakes. Gigantische Landschaft, wunderschöne Schotterstraße windet sich das Tal nach hinten. Wir schleppen ein völlig kaputtes Auto mit 12 Personen (DAWWO Musso) ab, stehen leider nach 6. Lake vor einer überfluteten Straße. Schöne Uferplätze sind fürchterlich verdreckt oder schon besetzt, so bleiben wir am oberen Ende des 3 Sees und verbringen endlich eine kühle Nacht.
Nach kurzem Stopp in Ayny bei dem Lehm Minarett geht es das Tal nach hinten zum gefürchteten Anzub Tunnel auf 2600 m, die Luft ist fürchterlich, das mit der Absaugung funktioniert noch nicht, jedoch der Straßenbelag ist bis auf einzelne Schlaglöcher recht gut.
Beim Toyota in Dushanbe machen wir Service, der Check ist sehr gründlich, Filter und diverse Gummi für Spurtstange und Stabilisator lagernd und rasch erneuert.
Nach dem Einkaufen kommen wir am Stausee in Nurek vorbei und schlafen bald nach Kulyab.  











26.7.2019
Die Straße wird schlecht und steil, wir plagen uns zwischen Schlaglöchern und Checkpoints über 2600m nach Kalaikum. Der Weg durchs Panjtal wird langwierig, der Schnitt sinkt unter 30 kmh ums so imposant sind die Bilder auf tajikistanischer und afghanischer Seite. 

27.7. 2019
Imposant schlängelt sich die Schlagloch übersehte Straße durch die Dörfer. Am Markt in Khorog gibt es frisches Gemüse und herrliches Fladenbrot. Bei Vrana finden wir ein nettes verstecktes Platzerl im Ufergebüsch, um so erstaunter sind wir als sich Franzosen 5m neben uns für die Nacht einparken.










28.7.2019
Direkt in Zong geht die Straße eng und steil auf den Khargush Pass mit 4370 m hoch. Imposante Bilder bieten sich, der Toyota plagt sich sehr, Drehzahl geht gar nicht, da raucht er fürchterlich in allen Farben von weiß, blau und schwarz. So tuckern wir im Schritttempo den Berg hoch, der Straßenbelag lässt ohne hin nicht mehr Tempo zu. Dazwischen regnet es sehr stark, so ist der Umblick auf die Bergspitzen leider auch Wolken verhangen. Am Khargush Lake, knapp vor der Passhöhe machen wir in grandioser Landschaft Mittagspause.
Vor Alichur kommen wir auf die Main Pamir Road ist auch asphaltiert, aber die Unebenheiten er Asphaltdecke erlaubt kaum mehr als 40 kmh.

29.7.2019
In Alichur tanken wir aus einem Fass, sonst ist der Ort trostlos, nicht mal Brot ist zu bekommen. Der Toyota plagt sich im Schritttempo über den Akbatal Pass über 4600m hoch, am Karakul machen wir Mittagspause. Die Grenze nach Kirgistan liegt wieder auf 4300 m und ist sehr rasch erledigt, die Straße ist in einem fürchterlichen Zustand, in Sary Tash sind wir wieder auf 3000 m und das Auto klingt auch wieder halbwegs normal. Wir wechseln Geld und brechen Richtung Lenin Peak auf.

























Die Runde durch Tajikistan war grandios, der Vakhan Korridor, ein Grenzgebiet zwischen Russen und Engländern verhandelt, heute zwischen Afghanistan und Tajikistan ist landschaftlich einmalig. Die Menschen sichtlich sehr arm aber sehr freundlich. Der Tourismus bringt aber viele Gäste. Unzählige Radfahrer plagen sich durch die staubige Wüste, ich habe jeden einzeln bewundert. Leider wird man ständig an Militärposten kontrolliert, allesamt sehr freundlich, malen sie Name und Nummern aus Reisepass und Visa in karierte A4 Hefte. War Eine ganz großartige Runde.